Familiengarten Tipps
Das Foto zeigt mehrere Kinderhände aufeinander

Im Garten spielen: 6 Ideen für mehr Bewegung draußen

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Ein Garten ist für viele ein Ort der Freizeit. Vor allem für Familien mit Kindern steht nicht nur die Entspannung im Vordergrund, sondern auch das Spielen, Entdecken und Toben. In einem Garten kann man rennen, balancieren, klettern, erkunden, suchen und natürlich auch ausruhen. Dazu braucht man nicht unbedingt teure Spielgeräte, oft reichen schon ein paar kreative Ideen. Ein Baumstamm kann zum Balancieren genutzt werden, Büsche dienen als Versteck und für die Matschküche im Freien benötigt man nicht arg viel mehr als etwas Erde, Wasser und Blätter. Wir haben 6 Ideen, die für mehr Bewegung im eigenen Garten sorgen.

Ruhephasen zwischen aktiven Bewegungszeiten

Das Foto zeigt Füße von einem Kind

Wer sich viel bewegt, braucht auch einen Platz zum Ausruhen und Entspannen. Zwischen den Bewegungseinheiten macht es Sinn, einen schattigen Platz aufzusuchen, an dem man sich ausruhen, etwas trinken und ein bisschen abschalten kann. Eine Pergola ist eine optimale Ruhezone. Eine Pergola mit Lamellendach ist ein geschützter Bereich, spendet Schatten und schützt vor verschiedenen Witterungseinflüssen. Entweder man nutzt eine kleine Lounge oder bequeme Stühle unter der Pergola zum Krafttanken, oder man verlegt das Spiel bei beginnendem Regen oder zu viel Sonne in den geschützten Bereich der Pergola. Gleichzeitig können Eltern die Pergola als Beobachtungspunkt nutzen. Von einer gut platzierten, zentralen Pergola aus kann man den Garten und so auch die Kinder gut im Blick behalten.

1. Eine Balancierstrecke für kleine Abenteurer

Das Foto zeigt barfuß Füße

Kinder balancieren in jedem Alter gerne. Die Kinder haben dabei nicht nur Spaß, Balancieren fördert zudem die Koordination und das Körpergefühl. Zum Balancieren eignet sich ein umgefallener Baumstamm, dicke Holzscheiben oder Natursteine. So schafft man ganz einfach mit verschiedenen Materialien seine individuelle Balancierstrecke. Je nach Alter und Können der Kinder lassen sich die Materialien in unterschiedlichen Abständen zueinander anordnen und auch bei Interesse immer wieder ändern. Mit zunehmendem Alter der Kinder kann man den Parcours anspruchsvoller gestalten und kleine Hindernisse, wie Äste oder Seile zum Drübersteigen, einbauen. Es ist wichtig, die Naturmaterialien regelmäßig auf Spreißel und Morsch zu kontrollieren und so die Gefahrenquellen zu minimieren.

2. Verstecke selber bauen

Das Foto zeigt ein Tipi, das im Garten steht

Kinder lieben es, sich zu verstecken und das in nahezu jedem Alter. Auch hierzu muss man nicht viel Geld ausgeben. Aus einem alten Leintuch und ein paar stabilen Ästen wird ein Tipi, ein Busch ist immer gut zum Verstecken spielen oder als geheimer Rückzugsort.

Wer etwas handwerkliches Geschick zeigt und einen größeren Baum im Garten stehen hat, hat auch die Möglichkeit gemeinsam mit seinen Kindern ein Baumhaus zu bauen. Schon aus ein paar Brettern lässt sich eine kleine Plattform bauen, auf die die Kinder klettern können. Mit einem einfachen Tuch als Dach, einer kleinen Leiter oder einem Seil kann man daraus schnell einen gemütlichen Rückzugsort gestalten.

Je nach Alter der Kinder hat man die Möglichkeit das Versteck gemeinsam zu planen und zu bauen. So haben die Kinder die Chance ihre Ideen einzubringen und ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Man sollte beim Bauen stets auf stabile Konstruktionen und sichere Materialien achten und so die bestmögliche Sicherheit gewährleisten.

3. Schatzsuche durch den Garten

Das Foto zeigt ein Kind, das im Garten sitzt und einen Erwachsenen, der einen Stein hält

Eine Schatzsuche ist etwas Besonderes und für viele Kinder sehr ansprechend. Auch für Kinder, die sich vielleicht im Alltag nicht so gerne bewegen, kann eine Schatzsuche eine gute Motivation sein, aktiv zu werden. Als Eltern kann man kleine Hinweise im Garten verstecken, Bewegungsaufgaben vergeben und so die Kinder immer zur nächsten Station führen. Am Ende des Bewegungsparcours wartet ein kleiner Schatz. Das muss nichts Großes sein, eine kleine Überraschung reicht hier vollkommen aus. Naturmaterialien sind eine gute Idee und können anschließend auch gemeinsam zum Spielen oder Basteln genutzt werden.

Kleine Bewegungsaufgaben können hierbei sein: 10-mal auf einem Bein hüpfen, über einen Baumstamm balancieren, rückwärts laufen, im Team eine Aufgabe erledigen, wie beispielsweise gemeinsam in einem Sack zu hüpfen, einen Ball mit zwei Stöcken eine kleine Strecke zu balancieren oder Ähnliches. So wird aus einem einfachen Spiel im Garten schnell eine kleine Expedition, bei der alle als Team zusammenarbeiten. Gleichzeitig bleiben alle in Bewegung.

4. Eine Matschküche für kleine Forscher

Das Foto zeigt ein Kind mit Matschhose und Gummistiefel, das in eine Pfütze hüpft

Auch eine Matschküche ist eine tolle Idee für mehr Bewegung im Garten. Hier können Kinder mit Erde, Sand, Wasser, Blättern und kleinen Ästen hantieren. Sie bewegen sich beim Spielen ganz automatisch. Eine einfache Matschküche lässt sich ganz einfach aus ein paar alten Holzkisten und einer Holzplatte zusammenbauen. Ein paar ausrangierte Töpfe, Schüsseln, Becher und etwas Besteck sind eine gute Grundlage zum imaginären Kochen.

Durch Schütten, Rühren, Graben und Mischen wird nicht nur die Feinmotorik gefördert, auch die verschiedenen Materialien können erforscht und ausprobiert werden. Aus Erde und Wasser kann man vielleicht eine Suppe kochen, Blättern und kleinen Ästen dienen als leckerer, selbst gemachter Kuchen. Gerade dieses freie Spielen, ohne feste Spielvorgaben, macht die Matschküche für Kinder so interessant.

Aber Achtung: Beim Matschen kann es dreckig werden! Am besten stellt man die Matschküche an einen Ort, an dem es dreckig werden darf. Mit alter Kleidung oder Matschhosen  ausgestattet können Kinder ungestört in der Matschküche spielen und experimentieren.

5. Bewegungsspiele für zwischendurch

Das Foto zeigt ein Kind, das mit dem Kopf nach unten in einem Blätterhaufen steht

Mit Bewegungsspielen kann man die Kinder ganz einfach im Garten zur Bewegung anregen. Fangen, Verstecken oder Ballspiele gehören zu den Klassikern. Hierzu benötigt es meist nicht viel Platz. Ein Fangenspiel kann beispielsweise so aussehen, dass der Fänger nur die Kinder fangen darf, die eine vorgegebene Farbe an der Kleidung tragen.

Eine weitere Spielidee ist, dass die Kinder sich in einer vorgegebenen Bewegungsart fortbewegen, beispielsweise auf allen Vieren, rennen, rückwärts laufen oder auf einem Bein hüpfen. Bei einem Signal müssen sie eine weitere Aufgabe ausführen, wie beispielsweise: Berühre einen Baum, stelle dich auf einen Baumstamm oder finde etwas Grünes. So lernen die Kinder, Anweisungen zu verstehen und gezielt umzusetzen. Sie bewegen sich dabei in und mit der Natur. Werden die Angaben konkreter, wie „Gehe zum Erdbeerstrauch“, wird zusätzliches Wissen über die Natur vermittelt.

Das Foto zeigt ein Kind, das im Garten turnt

6. Entdecker-Runde durch die Natur

Das Foto zeigt einen Grashüpfer auf einem Finger

Nicht jede Bewegung muss laut und wild sein. Man hat auch die Möglichkeit, gemeinsam durch die Natur zu streifen und sich auf Entdeckungstour zu begeben. Hierzu kann man sich kleine Aufgaben stellen: Wer findet den größten Stein? Welche Tiere befinden sich im Garten? Können diese fliegen oder krabbeln? Wer findet eine Blume und kann sie benennen? Wie fühlen sich die Blätter unterschiedlicher Bäume an?

Die ganze Familie bewegt sich gemeinsam durch den Garten, um diesen genau unter die Lupe zu nehmen. Ein kleines Körbchen hilft dabei, gefundene Schätze einzusammeln und am Ende gemeinsam zu bestaunen. Hierbei ist es wichtig, dass man sowohl Tiere als auch Pflanzen respektvoll behandelt. Vorsicht gilt auch bei giftigen Lebewesen oder bei Pflanzen mit Dornen.

Bewegung im Garten – einfach und unkompliziert

Das Foto zeigt zwei Kinder, die eine Wasserschlacht machen

Bei unseren Spiel-Beispielen ist zu sehen, dass ein Garten kein perfekter Spielplatz sein muss. Es ist auch nicht notwendig viel Geld für Spielgeräte auszugeben. Vorhandene Naturmaterialien regen schon von sich aus zur Bewegung an. Ein Ast wird zum Hindernis, ein Baumstamm zum Balancierparcours, ein Busch zum Versteck und Wasser ist auch immer perfekt zum Spielen und Toben. Eine zentrale Pergola dient als Rückzugsort und ist optimal für kleine Pausen.

Gerade für Kinder ist es wichtig, dass sie einen Ort haben, an dem sie ausprobieren und experimentieren können. Im gemeinsamen Familiengespräch kann man optimal die Vorlieben und Interessen der einzelnen Familienmitglieder herausfinden. So wird der Garten zu einem lebendigen Ort für Bewegung, Spiel und Spaß!