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Das Foto zeigt zwei schwarze Krähen

Krähen vertreiben

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Krähen können im Garten störend sein, da sie Beete durchwühlen und laut krächzen. Sie treten meist paarweise oder in Gruppen auf und fressen fast alles. Man sollte Krähen frühzeitig vertreiben. So schützt man Pflanzen, hat Ruhe und verhindert, dass sie sich dauerhaft ansiedeln.

Wie vertreibt man Krähen und andere Rabenvögel aus dem Garten?

Das Foto zeigt eine Krähe mit Ästchen im Schnabel

Krähen kann man auf verschiedene Weise aus dem Garten vertreiben. Effektiv sind plötzlich einsetzende Knallgeräusche oder Wasserstrahlen, rotierende Spiegel oder andere reflektierende Flächen, die sich durch Motoren bewegen und idealerweise mit einem Bewegungsmelder gekoppelt sind.

Elektronische Abschreckung

Auch Ultraschallgeräte, die solarbetrieben werden, können Krähen vertreiben. Ebenso wirken solarbetriebene Vogelscheuchen mit plötzlich einsetzendem Hundegebell, Raubvogelrufen oder Schussgeräuschen.

Raubvogelattrappen

Eine gut sichtbare, möglichst realistische Raubvogelattrappe kann Krähen schon im Anflug abschrecken. Wichtig ist, dass sich die Attrappe bewegt oder die Flügel flattert, sonst merken die Krähen schnell, dass keine Gefahr besteht.

Nahrung entziehen

Keine Futternäpfe mit Futterresten für Hunde oder Katzen offen stehen lassen. Auch Bioabfälle sollten immer in geschlossenen Behältern gelagert werden.

Landeplätze unattraktiv machen

Das Foto zeigt eine Krähe auf einem Baum

Es ist hilfreich, Vogelspikes auf Zäunen, Pfählen oder anderen Landeplätzen zu montieren.

Nistmöglichkeiten entfernen

Nistkästen oder Nisthilfen für Singvögel kann man frühzeitig entfernen, da diese später Krähen anlocken können.

Beleuchtung beachten

Es macht Sinn, die Haus- und Gartenbeleuchtung abends auszuschalten. Raben mögen Licht und sind im Dunkeln weniger aktiv.

Frühzeitig beginnen

Es ist wichtig, die Maßnahmen bereits im Winter zu beginnen. Krähen suchen zu dieser Zeit bereits nach geeigneten Plätzen für ihre Nester im Frühjahr und können so rechtzeitig ferngehalten werden.

Welche Krähen in unseren Gärten auftauchen

In Deutschland könnten in Gärten eine oder mehrere Krähenarten vorkommen, ebenso wie Elstern und Dohlen, die ebenfalls zu den Rabenvögeln zählen.

Rabenkrähe und Nebelkrähe

Das Foto zeigt eine Rabenkrähe

Die Rabenkrähe (Corvus corone) ist in weiten Teilen Europas verbreitet, in Deutschland vor allem westlich der Elbe. Sie hat eine Spannweite von bis zu 95 cm und ein dunkel-schwarzes Gefieder.

Die Nebelkrähe (Corvus cornix) lebt östlich der Elbe, ist etwas größer, hat eine Spannweite von über 1 m und eine graue Körpergrundfarbe, während Kopf, Flügel und Schwanz schwarz sind.

In Gebieten rund um die Elbe können sich die Brutreviere beider Arten überlappen. Dort lassen sich auch Mischlinge beobachten, die graue Körperfarben tragen. Paaren sich diese Mischlinge wieder mit schwarzen Rabenkrähen, sind die Nachkommen pechschwarz. Dies zeigt, wie eng verwandt die Arten sind – früher wurden sie daher nur als Unterarten der Rabenkrähe, vielfach Aaskrähe genannt, geführt.

Trotz unterschiedlicher Färbung ähneln sich beide Arten stark in Lebensraum, Verhalten und Nahrung. Raben treten nie allein auf, sondern mindestens zu zweit, da sie streng monogam sind. Die Fortpflanzungszeit reicht von März bis Juni. Die Rabenmutter legt 3 bis 5 Eier, die Brutzeit dauert 18 bis 21 Tage, danach bleiben die Jungen 20 bis 36 Tage im Nest. Anschließend werden sie von den Eltern noch eine Zeitlang gefüttert, bis sie selbstständig auf Nahrungssuche gehen.

Raben sind Allesfresser und suchen Nahrung vor allem auf dem Boden. Sie fressen Insekten, Schnecken, Würmer, Mäuse, Eidechsen, Frösche und plündern Nester bodenbrütender Vögel. Auch pflanzliche Nahrung wie Beeren und Getreide gehört dazu. Durch ihre Wühlerei können sie Beete und Rabatten beschädigen. Außerdem fressen sie frisches Aas und machen durch ihr ständiges Krächzen und Streiten viel Lärm – langweilig wird es mit ihnen im Garten also nie!

Saatkrähen

Saatkrähen kommen ebenfalls in Mitteleuropa vor, spielen aber eher in der Landwirtschaft eine Rolle. Sie bilden große Kolonien in Gewässernähe, auf einem Baum können bis zu 50 Nester sein.

Elstern im Garten

Das Foto zeigt eine Elster

Elstern leben paarweise und suchen oft Schutz unter Verandadächern oder ähnlichen Strukturen. Sie sammeln gerne glänzende Gegenstände. Schäden im Garten sind minimal, da sie vor allem Feldmäuse fressen. Jung-Elstern können sogar zutraulich werden, wenn sie von Hand aufgezogen werden.

Dohlen

Das Foto zeigt eine Dohle

Dohlen sind Kulturfolger und verursachen in Gärten oder Parks kaum Schäden. Sie brüten meist in Kolonien und nutzen Höhlen. Gelegentlich kann ein Dohlenpaar ein Nest in einem großen Schornstein oder Kamin anlegen.