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Das Foto zeigt eine Katze auf einem abgedeckten SandkastenKostiantyn Batylchuk / shutterstock.com

Sandkasten Katzenschutz

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Leider kommt es nur viel zu oft vor, dass eine Katze den Sandkasten, in dem eigentlich die Kinder spielen, als ihre Toilette nutzt. Will die Katze damit ihr Revier gegenüber anderen Katzen kennzeichnen, oder empfinden es die reinlichen Tiere einfach als angenehm, den Kot im lockeren Sand zu verscharren? Wir wissen es nicht. Jedoch gibt es verschiedene Möglichkeiten, einen Sandkasten-Katzenschutz anzubringen und so die Katze von ihrem Geschäft abzuhalten. Wir geben einen Überblick.

Ideen, wie man den Sandkasten vor Katzen schützen kann

Sandkasten abdecken

Das Foto zeigt einen abgedeckten Sandkasten
Luciavonu / shutterstock.com
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Die einfachste und sicherste Möglichkeit, den Sandkasten vor einem Toilettengang der Katze zu schützen, ist das Abdecken. Man sollte den Sandkasten hierbei sowohl nachts, als auch in längeren spielfreien Zeiten abdecken.

Dabei sind als Sandkasten Katzenschutz zu empfehlen:

  • Holzbrett
  • Stahlgitter
  • Netz

Gitter und Netze haben den Vorteil, dass sie bedenkenlos auf dem Sandkasten verbleiben können, solange er nicht von den Kindern zum Spielen benutzt wird.

Eine massive Holzabdeckung auf dem Sandkasten hingegen lädt Gartenameisen dazu ein, sich im Sand anzusiedeln und dort ein großes Ameisennest anzulegen. Sie dort dann wieder zu vertreiben, ist nicht ganz einfach.

Duftstoffe als Sandkasten Katzenschutz

Das Foto zeigt eine Katze, die an Mandarinen riecht
Irina Soboleva S / shutterstock.com
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Katzen haben einen um ein Vielfaches empfindlicheren Geruchssinn als Menschen. Was für uns angenehm duften mag, kann für eine Katze widerlich riechen.

Folgende Düfte und Gerüche sind für die Katze unangenehm bis widerlich: Kaffeesatz, Zimt, Schalen von Zitrusfrüchten, Essig, Eukalyptus-Öl, Knoblauch- und Zwiebelgerüche, Nelken-Öl, Menthol und Teebaumöl.

Unser Tipp!

Einfach ein Schälchen mit einem dieser Duftstoffe in den Sandkasten stellen und die Katze wird einen großen Bogen um den Sandkasten machen.

Außerdem gibt es im Fachhandel spezielle Granulate, die oft über mehrere Monate hindurch, für die Katze unangenehmen Duftnoten entfalten. Langfristig sind diese Granulate biologisch abbaubar und hinterlassen keine für Garten, Mensch und Umwelt schädlichen Rückstände.

Tierschreck, um Katzen aus dem Sandkasten zu vertreiben

Das Foto zeigt eine Katze die im Sand davon rennt
Irina Nedikova / shutterstock.com
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Der Einsatz eines Tierschrecks ist erlaubt zum Vertreiben einer Katze erlaubt, solange dieser kein Schaden zugefügt und sie nicht übermäßig in Angst versetzt wird. Im Fachhandel sind verschiedene Modelle zu erwerben.

  • Bewegungsmelder mit Wasserstrahl: Taucht die Katze im Umfeld des Sandkastens auf, wird über einen in der Nähe installierten Bewegungsmelder ein Wasserstrahl Richtung Eindringling in Gang gesetzt.
  • Ultraschall Tiervertreiber: Schrille, hochfrequente akustische Signale, die für das sensible Gehör der Tiere unangenehm sind, vertreiben die Katze.
  • Blendlicht: Eine dritte Variante ist das Auslösen eines Blendlichts, welches das Tier in die Flucht schlägt.

Einrichten eines Katzenklos

Es kann Sinn machen, ein etwas versteckt liegendes, kleinen Beet aus Feinkies zu errichten. Es besteht eine gute Chance, dass dieses, extra für die Katze reservierte Katzenklo, angenommen wird. Dann hat die Katze kein Bedürfnis den Sandkasten zu benutzen.

Die Katze im Sandkasten mit den Kindern spielen lassen

Das Foto zeigt eine Katze, die sich im Sand räkelt
Krittapart Narkvijitr / shutterstock.com
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Klingt komisch, ist aber eine möglicherweise sehr effektive Methode, die Katze davon abzuhalten, den Sandkasten als Katzenklo zu nutzen. Es kann sinnvoll sein, die Katze tagsüber mit den Kindern im Sandkasten spielen, kuscheln und herumtoben zu lassen. Katzen sind von Natur aus reinliche Tiere und keine Nestbeschmutzer: Plätze die sie lieben und schätzen gelernt haben, halten sie sauber und zweckentfremden sie nicht als Katzenklo. Diese Erfahrung wird auch dann beibehalten, wenn die Katze im Garten allein unterwegs ist und die Kinder diesmal nicht im Sandkasten spielen.

Pflanzen, deren Geruch Katzen vertreibt

Die „Verpissdichpflanze“ (extra zur Abschreckung von Hund und Katze gezüchtet)

Coleus comosus ist ein Blütenpflanze aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), welche ursprünglich aus Ost-Afrika stammt. Der Gärtner und Züchter Dieter Stegmaier bot sie erstmals als Neuzüchtung unter dem Namen „Verpiss dich Pflanze“ an, denn mit mit ihrem besonders intensiven Geruch soll sie Katzen und Hunden abschrecken.

Das Foto zeigt die sogenannte "Verpissdichpflanze"

Der Versuch diese Sorte unter der Bezeichnung Coleus canina als eigenständige Pflanzenart registrieren zu lassen, scheiterte allerdings, da es sich lediglich um einen Clon von Coleus comosus handelt. Sie wurde unter der Sortenbezeichnung SUMCOM 01 angemeldet. Südafrikanische Pflanzenexperten haben festgestellt, dass es sich dabei um eine südafrikanische Züchtung und inzwischen verwilderte Form von Coleus comosus handelt. Deren Handel ist in Südafrika  als unerwünschte, invasive Pflanze verboten.

In Europa wird diese Sorte aber weiterhin als Verpiss-Dich-Pflanze angeboten. Ihre spezielle Geruchszusammensetzung soll nicht nur Katzen und Hunde, sondern auch Kaninchen und Marder in einem Umkreis von mindestens 5m vertreiben. Die Wirkung ist jedoch umstritten und experimentell nicht eindeutig belegt.

Auch wenn der intensive, mentholartige Geruch der Pflanze für die Katze unangenehm ist, wird sie recht bald merken, dass von dieser Pflanze keine Gefahr ausgeht. Sie wird den Sandkasten auch weiterhin wahrscheinlich als Katzenklo nutzen.

Coleus comosus ist weder für Menschen noch für Tiere giftig. Wir Menschen nehmen den Geruch erst wahr, wenn wir die frischen Blätter zwischen den Händen zerreiben.

Weitere Repellent-Gartenpflanzen, deren Geruch Katzen anwidert

Das Foto zeigt eine Übersicht der Pflanzen, die Katzen nicht riechen können

Balkan-Storchschnabel (Geranium macrorrhizum) – Wie alle Geranien-Arten verströmt der Balkan-Storschnabel einen für Menschen angenehm-würzigen Duft, den die Katze jedoch eher als unangenehm empfindet.

Currykraut (Helichrysum italicum) – das Currykraut verströmt besonders nach einem Regen einen intensiven Geruch, der uns Menschen an Marsalla, die indische Curry-Gewürzmischung sowie Salbei erinnert. Für Katzen riecht Currykraut jedoch äußerst unangenehm.

Lavendel (Lavandula angustifolia) – das aus Lavendelpflanzen gewonnene Lavendel-Öl wird in der Aromatherapie zur Beruhigung verwendet. Für Katzen ist dieser Geruch zu intensiv und somit unangenehm.

Pfefferminze (Mentha x piperita) – auch die Pfefferminze kann als Repellent-Pflanze gegen Katzen eingesetzt werden. Die meisten Katzen empfinden den Minzgeruch als unangenehm und das hält sie fern. Allerdings ist die Wirkung nicht für alle Katzen gleich. Auch hier spielt wohl der Gewöhnungseffekt eine Rolle.

Weinraute (Ruta graveolens) – diese Pflanze vertreibt zwar die Katze, ist jedoch giftig (siehe Kinder und Giftpflanzen im Garten). Sie darf weder in Sandkästen doch im übrigen Garten, wenn Kinder dort spielen, angepflanzt werden.

Zitronenmelisse (Melissa officinalis) – auch das in den Blättern der Pflanze enthaltene Menthol und Zitrusöl riecht für Katzen unangenehm. Allerdings nehmen selbst Katzen, die einen um ein Vielfaches intensivieren Geruchssinn als wir Menschen haben, diesen Geruch nur im unmittelbaren Umkreis der Pflanze wahr.

Pflanzen wirken wohl abstoßend auf den Geruchsinn einer Katze. Ob sie das Tier jedoch vertreiben und als optimaler Sandkasten Katzenschutz dienen, liegt mit am individuellen Charakter der Katze.

Wie du Katzen langfristig vom Sandkasten abhältst

Katzen nutzen Sandkästen bevorzugt als Toilette, weil lockerer, trockener Sand ihrem natürlichen Grabverhalten entspricht. Entscheidend für eine dauerhafte Abwehr ist daher nicht eine einzelne Maßnahme, sondern die Kombination mehrerer, konsequent umgesetzter Schritte.Ein zentraler Punkt ist die Geruchskontrolle. Katzen orientieren sich stark am Geruchssinn und kehren gezielt an Orte zurück, an denen sie bereits Kot oder Urin abgesetzt haben. Bereits geringe Rückstände können ausreichen, um einen Sandkasten erneut attraktiv zu machen. Verunreinigter Sand sollte daher vollständig entfernt und ersetzt werden. Eine punktuelle Reinigung reicht nicht aus, da Gerüche tief in den Sand eindringen.Ebenso wichtig ist eine mechanische Zugangsbeschränkung. Eine stabile Abdeckung – etwa ein passgenauer Deckel, ein straff gespanntes Netz oder eine klappbare Holzabdeckung – verhindert zuverlässig, dass Katzen den Sandkasten außerhalb der Spielzeiten betreten. Entscheidend ist, dass die Abdeckung lückenlos schließt und nicht einsinkt. Provisorische Planen oder lose Netze verlieren ihre Wirkung meist schnell.Zusätzlich kann es sinnvoll sein, das Umfeld des Sandkastens gezielt unattraktiv zu gestalten. Katzen bevorzugen ruhige, geschützte Bereiche. Wird der Sandkasten offen, einsehbar und regelmäßig genutzt, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass er als Rückzugs- oder Toilettenplatz angenommen wird. Auch eine feste Nutzung durch Kinder oder häufiges Harken des Sands unterbricht die Gewöhnung.In Gärten mit regelmäßigem Katzenbesuch kann außerdem ein alternativer Sandbereich an einer abgelegenen Stelle dazu beitragen, den Druck vom Sandkasten zu nehmen. Diese Methode funktioniert jedoch nur, wenn der Alternativplatz sauber gehalten wird – sonst entsteht lediglich ein zusätzlicher Problemort.

Tierfreundliche Abwehr: Methoden, die Katzen nicht schaden

Wirksamer Katzenschutz im Garten muss nicht aggressiv oder tierschädlich sein. Zahlreiche Methoden setzen auf Verhaltenslenkung statt Abschreckung, was langfristig stabilere Ergebnisse liefert.

Eine häufig eingesetzte Maßnahme ist die Geruchsabwehr. Katzen reagieren empfindlich auf intensive, für sie ungewohnte Gerüche. Zitrusnoten, Menthol- oder Eukalyptusgerüche werden von vielen Katzen gemieden. Diese können über geeignete Granulate, Sprays oder bestimmte Pflanzen in der Umgebung des Sandkastens eingebracht werden. Die Wirkung ist allerdings witterungsabhängig und erfordert regelmäßige Erneuerung, insbesondere nach Regen.

Ebenfalls effektiv sind sensorbasierte Systeme, die auf Bewegung reagieren. Wasserstrahl-Abwehrsysteme lösen bei Annäherung einen kurzen, gezielten Wasserimpuls aus. Katzen empfinden dies als unangenehm, ohne Schaden zu nehmen, und meiden den Bereich anschließend oft dauerhaft. Der Vorteil: Die Reaktion erfolgt unmittelbar und verknüpft den Ort negativ, nicht das Tier selbst.

Ultraschallgeräte werden ebenfalls eingesetzt, ihre Wirkung ist jedoch standort- und tierabhängig. Während einige Katzen empfindlich reagieren, ignorieren andere die Signale vollständig. Zudem können Ultraschallgeräte auch auf andere Tiere störend wirken und sollten daher gezielt und zurückhaltend eingesetzt werden.

Nicht empfohlen werden aggressive Methoden wie scharfe Chemikalien, giftige Pflanzen oder mechanische Verletzungsfallen. Diese sind nicht nur tierschutzrechtlich problematisch, sondern führen häufig zu Ausweichverhalten – die Katze sucht sich dann einfach den nächsten Sandkasten.

Langfristig wirksam sind vor allem klare Strukturen, Konsequenz und Wiederholung: Ein Sandkasten, der nicht zugänglich ist, keine Geruchsspuren enthält und regelmäßig genutzt wird, verliert für Katzen dauerhaft an Attraktivität.