Neben dem Ampferknöterich (Polygonum lapathifolium) gibt es drei weitere Knöterich-Arten, die unter den Gartenunkräutern vorkommen: Floh-Knöterich, Vogel-Knöterich und Winden-Knöterich. Da man alle vier Knöterich Arten im Garten als Unkraut mit der gleichen Methode bekämpfen kann, werden sie hier gemeinsam vorgestellt.
Knöterich Arten im Garten bekämpfen
Man kann den Knöterich im Garten bekämpfen, indem man die Pflanzen möglichst vollständig mitsamt den Wurzeln entfernt, da schon kleine Wurzelreste wieder austreiben können. Man sollte den Boden regelmäßig lockern und neu austreibende Triebe sofort entfernen, um die Ausbreitung zu verhindern.
Befallene Flächen kann man vorübergehend lichtdicht mit Mulch oder Folie abdecken, um die Keimung zu unterdrücken.
Wichtig!
Pflanzenreste sollte man nicht kompostieren, da Samen und Wurzelstücke sonst weiter verbreitet werden.
Ampferknöterich (Polygonum lapathifolium)

Aussehen
Der Ampfer-Knöterich, stellenweise auch Kröten-Knöterich oder Gefleckt-blättriger Knöterich genannt, ist zwar nur einjährig, wird aber je nach Standortbedingungen zwischen 20 und 100 cm hoch.
Seine Pflanzenstängel wachsen aufrecht oder geknickt aufsteigend. An den Knoten sind sie verdickt. Meist sind sie verzweigt und häufig mit roten Flecken versehen. Auf der Unterseite der Laubblätter des Ampfer-Knöterichs sind die Drüsenöffnungen punktförmig dicht an dicht verteilt.
Eine Ochrea nennt man eine Nebenblattscheide, die durch Umbildung der Nebenblätter entsteht und eine meist häutige Röhre bildet, die die Basis des jeweils folgenden Stängelabschnitts umschließt. Die Ochrea ist typisch für alle Knöterichgewächse. Die Ochrea des Ampfer-Knöterichs ist, wenn überhaupt, nur spärlich behaart.
Blüte
Die Blütezeit fällt in die Monate Juli bis Oktober. Die walzenförmigen Scheinähren stehen an den Stängelenden und in den Blattachseln. Diese Scheinähren enthalten viele weiße oder rote Blüten.
Die Samen werden durch Wind, Regen, Mensch und Tier verbreitet und keimen im Frühjahr. Die Keimblätter sind lang und lanzettförmig. Die darauf folgenden Laubblätter sind linealisch-lanzettförmig schmal und zeigen oft bereits den für diese Knöterich-Art typischen dunklen Fleck.
Vorkommen
Der Ampfer-Knöterich siedelt sich sowohl an sonnigen als auch an halbschattigen Plätzen mit lockerem, frischem, nährstoffreichem Lehmboden oder einem Sand-Lehm-Gemisch an.
Floh-Knöterich (Polygonum persicaria)

Aussehen
Auch der Floh-Knöterich ist einjährig und kann Wuchshöhen zwischen 10 und 80cm erreichen. Die roten Pflanzenstängel sind nur wenig verzweigt. Die Laubblätter sind lanzett-artig geformt und laufen spitz zu. Die Blattunterseiten ist an den Blattnerven und am Blattrand angedrückt behaart. Die Blattoberseite kann schwarz gefleckt sein. Die Blattscheiden liegen eng am Stängel an. Sie sind am oberen Rand bewimpert.
Blüte
Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Die Blüten sind rosa bis purpurrot gefärbt und bilden etwa 2cm lang Scheinähren.
Vorkommen
Der Floh-Knöterich ist in ganz Europa verbreitet. Er besiedelt Schutt- und Schlammäcker, sowie Äcker und kommt gelegentlich auch im Garten vor.
Vogel-Knöterich (Polygonum aviculare)
Aussehen
Der Vogel-knöterich ist eine einjährige Pflanze mit niederliegenden, dunkel gestreiften Pflanzenstängeln, die bis zu 50 cm lang werden können und sich an den Enden aufrichten. Die Laubblätter sind elliptisch -lanzett-förmig.
Blüte
Die Blütezeit des Vogel-Knöterichs reicht von Mai bis September. Die Blüten haben eine grünliche Grundfarbe mit einem weißen oder roten Rand. Jeweils 1 bis 5 dieser Blüten stehen in den Blattachseln.
Vorkommen
Der Vogelknöterich ist in ganz Europa verbreitet und auch in Deutschland recht häufig. Er besiedelt Schuttplätze, Wegränder und Äcker und kommt stellenweise auch in Gärten vor. Teilweise wächst er sogar in den Ritzen zwischen Pflastersteinen.
Schon gewusst?
Früher wurde der Vogelknöterich auch als Heilpflanze genutzt und zur Behandlung von Husten und Lungenleiden eingesetzt.
Winden-Knöterich (Polygonum convolvulus)

Aussehen
Der einjährige Winden-Knöterich hat kantig-gefurchte Stängel, die bis zu 100 cm lang werden und sich hin und her biegen oder nach oben winden. Die Laubblätter sind pfeil- oder herzförmig mit dreieckigen, spitz zulaufenden Lappen.
Blüte
Die Blütezeit reicht von Juli bis Oktober. Meist bilden nur wenige der grünlichen Blüten einen ährenartigen Blütenstand. Die Blüten können jedoch auch einzeln oder bis zu fünft in einer Blattachse stehen.
Vorkommen
Der Winden-Knöterich kommt in ganz Europa vor, in Deutschland ist er weit verbreitet und meist häufig. Er besiedelt Schuttplätze, Äcker, abgeerntete Stoppelfelder, Brachflächen sowie Gärten.