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Das Foto zeigt das weiße Ackerhornkraut

Acker-Hornkraut & Gemeines Hornkraut bekämpfen

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Hornkraut ist ein häufiges Unkraut in Gärten, auf Feldern und Wiesen, das sich schnell ausbreitet und dichte Pflanzenrasen bilden kann. Besonders das Acker- und das Gemeine Hornkraut verdrängen junge Kulturpflanzen, weshalb man sie bekämpfen sollte. Zum Entfernen reicht in der Regel gründliches Jäten aus, chemische Mittel sind meist nicht nötig.

Schon gewusst?

Neben dem Acker-Hornkraut und dem Gemeinen Hornkraut gibt es in Deutschland noch das Sand-Hornkraut, das im Garten jedoch keine Bedeutung als Unkraut hat.

Acker-Hornkraut (Cerastium arvense)

Das Foto zeigt die weiße Blüte vom Ackerhornkraut

Das Acker-Hornkraut ist eine mehrjährige Pflanze, die lockere Rasen und Horste bildet. Hier bedeutet „Rasen“, dass die Pflanze flach am Boden wächst und viele Stängel bildet, die zusammen eine dichte, teppichartige Pflanzenfläche ergeben.

Die Pflanzenstängel werden 15 bis 30 cm hoch, wobei die an den Knoten wurzelnden Stängel die Basis der Horste bilden. Die wenigen blütentragenden Stängel sind deutlich länger als die sterilen, aufrechten oder aufsteigenden Sprosse, die das lockere Rasen ausmachen.

Die grünen, länglich-lanzettförmigen Laubblätter sind spärlich bis flaumig behaart und unterscheiden das Acker-Hornkraut gut vom Gewöhnlichen Hornkraut (Cerastium vulgatum), dessen Blätter eher eiförmig, weiß behaart und dunkel-grau-grün sind.

Die Blütezeit reicht von April bis Juli, in Einzelfällen bis September. Die weißen Kronblätter werden bis zu 15 mm lang, selten bis 20 mm, und sind damit etwa doppelt so lang wie der Blütenkelch. Die Blütenblätter sind bis zu einem Viertel eingekerbt, die schmalen Hochblätter sind dünnhäutig.

Die Samen werden durch Wind, Regenwasser und Tiere, insbesondere Ameisen, verbreitet. Das Acker-Hornkraut keimt meist im Herbst. Die Keimblätter sind 4–5 mm lang, die ersten Laubblätter danach sind rund-lanzettlich geformt und kurz behaart.

Hausmittel und Alternativen zur Beseitigung des Acker-Hornkrautes

Bei größeren, rasenartig vom Acker-Hornkraut bedeckten Flächen kann man es durch Jäten gut entfernen, während einzelne Pflanzen in Steingärten oft stehen bleiben, da sie sich dort dekorativ in das Gesamtbild einfügen.

Verbreitung und Vorkommen

Das Acker-Hornkraut ist in fast ganz Europa verbreitet und in Deutschland besonders häufig. Es wächst auf trockenen Wiesen, Feldern und in Gärten sowie an Wegrändern, Rainen, Dämmen und Mauern.

Gewöhnliches Hornkraut (Cerastium vulgare)

Das mehrjährige Gemeine Hornkraut ist dicht behaart und wird zwischen 10 und 50 cm hoch. Die Stängel wachsen niederliegend bis aufrecht. Die kriechenden, sterilen Triebe sind dicht beblättert, aber blütenlos, während die aufrecht wachsenden Stängel 10 bis 40 cm lang werden. Die dunkelgraugrünen Laubblätter stehen gegenständig, sind länglich-eiförmig bis lanzettlich, bis zu 3 cm lang und weiß behaart.

Die Blütezeit reicht von April bis Mai, seltener bis September oder Oktober. Die kleinen weißen Blüten mit einem Durchmesser von etwa 8 mm sitzen in endständigen Doldenrispen. Die Kronblätter sind zweilappig, die Kelchblätter dagegen häutig. Im Gebirge bleiben die Pflanzen kleiner, dichter behaart und haben größere Blüten.

Die Samen verbreiten sich durch Wind, Regen, Menschen und Tiere, im Garten vor allem durch Ameisen, und keimen meist im Herbst. Die Keimblätter ähneln denen des Acker-Hornkrauts, die ersten Laubblätter sind kreuzgegenständig, länglich-eiförmig und dicht behaart.

Gemeines Hornkraut bekämpfen

Das Gemeine Hornkraut ist häufig, kann sich massenhaft ausbreiten und bildet dabei kriechend dichte Pflanzenrasen. Dennoch lässt es sich durch regelmäßiges Jäten leicht entfernen.

Verbreitung und Vorkommen

Das Gemeine Hornkraut ist in ganz Europa weit verbreitet. Es wächst sowohl an sonnigen als auch an schattigen Standorten, bevorzugt jedoch feuchte, lehm- und nährstoffreiche Böden, kommt aber auch auf Sand- oder Kiesflächen vor. Im Gebirge kann es bis in Höhenlagen von etwa 2.500 m ü. NN vordringen.