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Das Foto zeigt bunte Dahlien

Dahlien richtig pflanzen

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Dahlien gehören zu den schönsten Sommerblumen im Garten und begeistern mit ihren leuchtenden Farben und üppigen Blüten. Mit ein wenig Vorbereitung und der richtigen Pflege sind sie auch für Anfänger ganz leicht zu pflanzen. Wer ihre Bedürfnisse kennt, wird vom Sommer bis in den Herbst mit einer reichen Blütenpracht belohnt. Wir erklären, wie man Dahlien richtig pflanzen kann.

10 Fakten kurz & übersichtlich, um Dahlien richtig zu pflanzen

Das Foto zeigt eine orangefarbene Dahlie
  • Dahlien wachsen aus Knollen und sind nicht winterhart.
  • Man pflanzt Dahlien erst nach den Eisheiligen, ab Mitte Mai.
  • Ein sonniger, windgeschützter Standort ist ideal.
  • Der Boden sollte locker, nährstoffreich und gut durchlässig sein.
  • Schwere Erde kann man mit Sand, magere Erde mit Kompost verbessern.
  • Die Knollen pflanzt man waagerecht etwa 10–15 cm tief.
  • Erste Triebe erscheinen nach ungefähr 2–4 Wochen.
  • Regelmäßiges Gießen ist wichtig, Staunässe unbedingt zu vermeiden.
  • Verblühte Blüten schneidet man ab und fördert so neue Knospen.
  • Im Herbst gräbt man die Knollen aus. Sie müssen frostfrei überwintert werden.
Das Foto zeigt rote Dahlien

Knollen nach dem Winter kontrollieren

Dahlienknollen überwintert man kühl und frostfrei, beispielsweise in einer Kiste. Nach dem Winter lohnt sich ein genauer Blick auf die Knollen. Gesunde Knollen sind fest und zeigen oft kleine Knospen am oberen Ende. Diese Knospen sind die Stellen, aus denen später die Triebe wachsen. Sind einzelne Bereiche weich oder schimmelig, sollte man sie vorsichtig entfernen.

Sehr große Knollen kann man teilen. Dabei ist wichtig, dass jedes Stück mindestens eine Knospe besitzt, um sicher zu gehen, dass die Pflanze wachsen kann. Aber auch Knollen ohne sichtbare Knospen treiben häufig noch aus, wenn sie gesund sind. Es ist also einen Versuch wert, auch eine Knolle ohne Knospe in die Erde zu drücken.

Wann pflanzt man Dahlien?

Dahlien reagieren sehr empfindlich auf Frost und würden in kühlen Nächten Schaden nehmen. Deshalb ist es wichtig, sie erst ins Beet zu setzen, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Der sicherste Zeitpunkt dafür ist ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen.

Wer schon früher starten möchte, kann die Knollen ab April in Töpfen vorziehen. Dazu stellt man sie an einen hellen, frostfreien Ort, zum Beispiel auf die Fensterbank oder in ein helles Gewächshaus. So entwickeln die Pflanzen schon vorab erste Triebe und sind stärker, wenn sie später ins Freie gepflanzt werden. Dennoch dürfen sie erst ins Beet, wenn es dauerhaft warm ist, damit die zarten Triebe nicht durch Kälte geschädigt werden.

Das Foto zeigt zwei Pflanzgefäße mit Erde

Der richtige Standort

Dahlien lieben sonnige Standorte. Ein Platz mit mindestens sechs Stunden direkter Sonne am Tag sorgt dafür, dass die Pflanzen kräftig wachsen und reichlich Blüten ausbilden. Gleichzeitig sollte der Standort möglichst windgeschützt sein, denn viele Dahlien werden recht hoch. Starker Wind kann die Stiele leicht abbrechen oder umknicken.

Auch der Boden spielt eine wichtige Rolle: Er sollte locker und gut durchlässig sein, damit Wasser abfließen kann, denn Staunässe mögen Dahlien überhaupt nicht.

Schon gewusst?

Halbschattige Plätze sind zwar möglich, doch hier wachsen die Pflanzen meist schwächer und tragen weniger Blüten.

Das Foto zeigt die rosafarbene Blüte einer Dahlie

Optimale Bodenbedingungen für Dahlien

Eine gute Bodenvorbereitung und das optimale Einbringen der Knollen in den Boden ist das A und O, damit Dahlien gut anwachsen und kräftig blühen.

Boden vorbereiten

Zuerst sollte der Boden locker und nicht verdichtet sein – feste Erde erschwert den Wurzeln das Wachstum und kann Staunässe begünstigen. Schwere, lehmige Böden kann man leicht mit etwas Sand auflockern, damit überschüssiges Wasser besser ablaufen kann und die Knollen nicht faulen.

Ist der Boden eher nährstoffarm, lohnt es sich, vor dem Pflanzen reifen Kompost oder organischen Blumendünger einzuarbeiten. Das versorgt die Pflanzen gleich zu Beginn mit wichtigen Nährstoffen und unterstützt ein gesundes Wachstum.

Wichtig!

Frischen Mist sollte man dagegen nicht verwenden, da er die Knollen verbrennen kann.

Dahlienknolle richtig in den Boden einbringen

Das Foto zeigt einen Busch von orangefarbenen Dahlien

Das Pflanzloch wird etwa zehn bis fünfzehn Zentimeter tief ausgehoben. Die Knolle legt man waagerecht hinein, sodass die Knospen nach oben zeigen. Anschließend wird sie locker mit Erde bedeckt, sodass die Knolle geschützt ist, aber trotzdem noch etwas Luft bekommt.

Nach dem Einpflanzen gießt man das Beet leicht an – genug, damit die Erde sich setzt, aber nicht so viel, dass Staunässe entsteht. Mit dieser sorgfältigen Vorbereitung haben die Dahlien die besten Voraussetzungen für einen kräftigen Start und eine lange Blütezeit.

Entwicklung der Pflanze

Nach dem Pflanzen zeigen sich meist nach zwei bis vier Wochen die ersten grünen Triebe. Die Pflanze wächst zunächst in die Höhe und bildet kräftige Blätter als Basis für die späteren Blüten. Ab Juli erscheinen die ersten Blüten, die je nach Sorte einfach, gefüllt oder pomponartig sind.

Entfernt man regelmäßig verblühte Blüten fördert man das Wachstum neuer Knospen und verlängert die Blütezeit. Manche Sorten werden bis zu zwei Meter hoch, andere bleiben kompakt. Bei guter Pflege blühen Dahlien bis zum ersten Frost.

Schon gewusst?

Dahlien speichern Nährstoffe in den Knollen, um im nächsten Jahr wieder kräftig austreiben zu können.

Gießen, Düngen, Pflegen

Das Foto zeigt bunte Gießkannen die an Holzpfählen hängen

Dahlien brauchen eine gute Pflege. Hierzu gehört richtiges Gießen, Düngen und die Gabe von Pflanzstäben, vor allem bei hochwachsenden Exemplaren.

Dahlien richtig gießen

Direkt nach dem Einpflanzen brauchen Dahlien nur wenig Wasser, damit die Knollen nicht faulen. Sobald die ersten Triebe kräftig wachsen, freut sich die Pflanze über regelmäßige Wassergaben – besonders an warmen, sonnigen Tagen.

Wichtig!

Lieber einmal richtig gießen als ständig kleine Mengen. Staunässe unbedingt vermeiden, denn zu nasse Erde kann die Wurzeln schädigen.

Düngen

Etwa vier Wochen nach dem Austrieb kann man die Pflanzen erstmals düngen. Organischer Blumendünger oder Kompost versorgt die Dahlien mit wichtigen Nährstoffen für gesundes Blattwachstum und üppige Blüten.

Eine optimale Pflanzenpflege

Verblühte Blüten sollten regelmäßig abgeschnitten werden. So lenkt die Pflanze ihre Energie in neue Knospen, verlängert die Blütezeit und sorgt für einen dichten, buschigen Wuchs.

Hohe Dahlien entwickeln oft kräftige Stiele und schwere Blüten. Ohne Stütze können die Stängel leicht umknicken oder abbrechen – besonders bei Wind oder Regen. Einfaches Abhilfe: einen Pflanzstab neben die Knolle stecken oder ein Gitter nutzen und die Stiele locker daran festbinden. So haben die Pflanzen Halt, ohne eingeengt zu werden, und die Blüten stehen schön aufrecht.

Was passiert mit den Dahlien im Herbst?

Das Foto zeigt eine Dahlie in pink

Wenn im Herbst der erste Frost kommt, werden die Blätter der Dahlien schwarz. Dann schneidet man die Stängel auf etwa zehn Zentimeter zurück. Anschließend gräbt man die Knollen vorsichtig aus, befreit sie von Erde und lässt sie ein bis zwei Tage trocknen. Über den Winter lagert man sie kühl, dunkel und frostfrei, zum Beispiel in einer Kiste mit Sand oder Zeitungspapier. Große Knollen können anschließend im Frühjahr geteilt und so vermehrt werden.

Schon gewusst?

In sehr milden Regionen können Dahlien mit gutem Winterschutz im Boden bleiben, sicherer ist das Ausgraben jedoch immer.